Drehbuch: JJ Abrams & Damon Lindelof
Regie: Jack Bender
Zusammenfassung:
In der ersten Episode der dritten Staffel, "A tale of two cities", beginnen Jack, Kate und Sawyer
zu entdecken, mit wem sie es als Gefangene
der Anderen wirklich zu tun haben.
Gaststars:
John Terry als Christian Shephard, Julie Bowen als Sarah, M.C. Gainey als
Mr. Friendly, William Mapother als Ethan, Brett Cullen als Goodwin, Blake
Bashoff als Karl, Julie Adams als Amelia, Stephen Semel als Adam, Isabelle
Cherwin als kleines Mädchen, Alexandra Morgan als Moderator, Sonya Seng als
Empfangsdame, Sally Davis als Lehrerin und Julie Ow als Krankenschwester.
Inhalt:
Eine junge Frau legt Musik auf, sie wählt den Song "Downtown" (Petula Clark) und
singt ihn ergriffen mit. Sie kämpft gegen ihre Tränen an und macht einen sehr
angespannten Eindruck. Sie singt ein Stück des Songs mit, wendet sich dann aber
ab Richtung Wohnzimmer. Sie trifft Vorbereitungen für einen scheinbar erwarteten
Besuch, stellt Stühle im Wohnzimmer auf, rückt sie hin und her; dann läutet eine
Art Wecker, es ist der des Backofens, der piepsend und qualmend auf sich aufmerksam
zu machen versucht. Dieses gelingt ihm auch und Juliet öffnet die von Qualm umgebene
Backofentür und zieht sogleich ein heißes Tablett mit dampfenden Schoko-Muffins
heraus. Das heiße Tablett jedoch gleitet ihr aus den Händen, da sie ihre Hände nicht
ausreichend vor der Hitze geschützt hat und sich so ihre linke Hand verbrennt.
Die Muffins haben sich derweilen über den Küchenboden verteilt, ein paar rollen noch
umher, ehe sie zum liegen kommen. Die junge Frau setzt sich neben die Muffins und
beginnt sofort, diese einzusammeln. Nun macht sie wirklich einen verzweifelten Eindruck.
Es klopft an der Eingangstür. Die junge Frau öffnet diese. Eine ältere Frau mit kurzen
dunklen Haaren steht vor ihr. Bevor diese etwas sagen kann entgegnet die junge Frau ihr:
"Ich habe mich verbrannt, ich wollte Muffins backen." Die ältere Frau lächelt,
schaut dann nach links zu einer kleinen Hütte, aus der ein paar Beine heraus ragen
und fragt: "Funktioniert die Pumpe immer noch nicht?", "Es wird hart daran gearbeitet!"
entgegnet ihr eine junge Männerstimme.
Nun sind alle Besucher eingetroffen, sie sitzen im Wohnzimmer. Ein älterer Mann
ergreift das Wort und erklärt, dass das ausgesuchte Buch (Stephen King - Carrie)
ihm nicht gefallen würde, er sagt in die Runde: "Das ist ja nicht mal Literatur,
das ist Popcorn! "Und wieso nicht, Adam? Ich sterbe vor Neugierde!", entgegnet
ihm die ältere Dame, die als erste eingetroffen war. "Es hat keine Methaforik,
das ist religiöser Unsinn in Reinstform, Science-Fiction eben!" antwortet ihr Adam.
"Keine Methaforik?!", fragt die ältere Dame entrüstet "Jetzt weiß ich auch,
warum Ben nicht hier ist!" ruft Adam laut. "Wie war das bitte?!" fragt Juliet
Adam gereizt, "Der Gastgeber sucht das Buch aus, ich weiß Juliet, aber mal ehrlich,
so etwas würde er nicht mal auf dem Klo lesen!", antwortet Adam mit ruhiger Stimme
und einem überheblichen Ton. "Hör zu, Adam, die Gastgeberin bin ich und ich habe
dieses Buch ausgesucht, weil es zufälliger Weise mein Lieblingsbuch ist und es
gefällt mir außerordentlich gut, dass du damit nichts anfangen kannst! Entschuldige
bitte, dass ich so tief gesunken bin, dass ich etwas aussuche, was Ben nicht gefällt.
Wie dumm von mir immer noch zu glauben, dass der freie Wille existiert und dass du…",
sind Juliets Worte, als plötzlich alles anfängt zu wackeln. Es scheint ein Erdbeben
zu sein und sie fordert alle auf, sich in die Türrahmen zu stellen. Alle gehorchen
ihr aufs Wort, auch Adam gehorcht wortlos.
Nach kurzer Zeit ist das Beben vorbei und alle stürmen raus in die Vorgärten. Sie
befinden sich in einer schönen Einfamilienhaus Siedlung, mit ordentlichen Vorgärten
und sauberen Gehwegen. Auch aus anderen Häusern treten die Bewohner in ihre Gärten.
Der junge Mann von dem zu Anfang nur die Beine zu sehen waren, da der Rest seines
Körpers in einer kleinen Hütte steckte, steht nun aufrecht vor der Hütte, es ist Ethan.
Noch ein bekanntes Gesicht taucht in der Menge auf, "Henry Gale" kommt aus einem Haus
gelaufen und schaut sich um. Aufgeregt fragen einige, was das gewesen sein könnte.
Sie schauen sich um, Henry schaut immer wieder zum Himmel hoch, als würde er etwas
suchen. Dann ist plötzlich ein jaulendes Geräusch, metallisches Quietschen und lautes
Knallen zu hören. Henry und die Anderen sehen, wie ein Flugzeug in zwei Teile gerissen
wird, das Heck geht wesentlich früher zu Boden, als der Bug. Henry ruft Godwin zu sich
und sagt: "Godwin, hast du gesehen wo das Heck gelandet ist?"
"Ja, wahrscheinlich im Wasser!" sagt Godwin. "Wenn du rennst bist du in einer Stunde dort!",
dann ruft er Ethan zu sich: "Ethan, mach dich auf den Weg zum Wrack, es könnte sein, das es
Überlebende gibt. Wenn ja, mischt euch unter sie, als Passagiere. Ihr steht unter Schock,
denkt euch ne Geschichte aus, wenn sie fragen - und wenn nicht, erzählt ihr nichts!
Ihr hört zu, lernt und lasst euch auf nichts ein! Ich will in drei Tagen Listen haben
und jetzt geht!" ruft Ben ihnen aufgebracht hinterher, denn Ethan und Godwin
haben sich schon auf den Weg gemacht, ohne Fragen zu stellen gehorchen sie einfach.
Ben schaut zu Juliet, die noch immer ihr Buch umklammert. Er mustert das Buch argwöhnisch,
schaut sie an und sagt in sarkastischem Tonfall: " Aus dem Buchclub bin ich wohl draußen!",
Juliet antwortet nicht, sie weiß, dass das Buch Ben nicht gefällt, so etwas würde er
schließlich noch nicht mal auf dem Klo lesen.
Der Blick geht auf die Entfernung und man sieht eine kleine, gepflegte Siedlung
inmitten des Dschungels, in der Ferne erkennt man zwei Rauchsäulen aufsteigen,
die von den Trümmerteilen der Maschine stammen. Es ist der Tag des Absturzes von
Flug 815, die bisherigen Bewohner der Insel haben Besuch bekommen.
[Flashback] Jack sitzt in seinem Auto und beobachtet das Haus, in dem seine Frau Sarah
jetzt lebt. Sie kommt mit einem Mann heraus, mit dem sie dort jetzt offensichtlich
zusammen wohnt - die beiden machen einen sehr glücklichen Eindruck.
Jack erwacht in einem dunklen Raum auf einer Pritsche, er hat ein Pflaster am
linken Unterarm. Er reißt es ab und schaut sich um, er sieht eine Tür, kann sie
aber nicht öffnen, danach entdeckt er eine Sprechanlage, sie funktioniert aber
nicht. Scheinbar am Ende des Raumes befindet sich gegenüber von ihm eine offenstehende
Tür, eilig geht er dort hin, wird dann aber von einer Glasscheibe
gebremst, die Jack nicht bemerkt hatte. Sie teilt den Raum auf in dem er sich
befindet. Er reibt sich den Kopf und beginnt kräftig gegen die Scheibe zu treten,
doch es passiert nichts. Er gibt auf und beginnt laut nach Kate zu rufen,
"Kate, kannst du mich hören? Kate!" doch Niemand antwortet.
Kate wird auf dem Boden liegend in einer Art Waschraum wach, eine Dusche ist an
und ihr Wasser fließt über den Boden in einen Abguss. Kate schaut sich um, als
ein grauhaariger Mann vor ihr steht "Wo bin ich hier?" will sie wissen.
"Glaubst du wirklich, dass ich darauf antworten werde?" kontert der Grauhaarige.
"Wo sind Sawyer und Jack?" fragt Kate aufgeregt. " Ich mach dir einen Vorschlag,
erst mal gönnst du dir eine schöne heiße Dusche, um richtig wach zu werden, um
frisch und munter den neuen Tag zu beginnen. Hier ist ein sauberes Handtuch,
Shampoo, Seife…." sagt der Grauhaarige als Kate im geschockt entgegnet: "Sie
werden auf keinen Fall zusehen wie ich dusche!" "Ha, Ha, Ha Kate, du bist nicht
mein Typ!" antwortet mit höhnischem Gelächter der Grauhaarige und lässt Kate
wieder allein.
Sawyer kommt ebenfalls zu sich und stellt fest, dass die Pfütze in der er mit
seinem Gesicht liegt, sich in einem großen Käfig befindet. Er schaut sich um und
sieht einen großen Wassertank gegenüber von seinem Käfig stehen. Ein Dharma-Logo
prangt auf der Seite. Neben seinem Käfig steht noch ein Käfig, ein junge, um die
18 Jahre hockt mit dem Rücken zu ihm gewand darin. "Hey, wo sind wir? Wer zum
Teufel bist du? Redest du nicht mit mir, hast du etwa was Wichtigeres zu tun?"
ruft Sawyer zu dem Jungen rüber und wird wütend, als dieser nicht antwortet, ihm
noch nicht mal einen Blick schenkt. Dann entdeckt Sawyer eine Maschine inmitten
seines Käfigs. Er drückt auf einen riesigen, roten Knopf mit Messer und Gabel
drauf, "Warnung" ertönt über einen Lautsprecher, er drückt ein zweites mal, wieder
ertönt "Warnung" aus dem Lautsprecher. "Ich würde das lieber nicht tun" sagt der
eben noch schweigende Junge. "Ich las es dich wissen, wenn ich deinen Rat brauche"
entgegnet ihm Sawyer wütend und drückt ein drittes mal auf den Knopf, diesmal
versetzt es ihm einen heftigen Stromschlag und fliegt quer durch den Käfig, bis
er von den Gitterstangen gebremst wird. "Verdammte Scheiße!" schreit Sawyer und
guckt wütend zu dem Jungen im anderen Käfig rüber, "Ich hab´s ja gesagt!" sagt
dieser trocken.
In dem dunklen Raum beginnt Jack, sich an einer der herunterhängenden Ketten zu
schaffen zu machen. Er ist wütend und scheint sich auf diese Art ein wenig
abzureagieren. Juliet erscheint auf der anderen Seite des Raumes, die Seite
hinter der Scheibe. Es ist die Frau, bei der sich am Tage des Absturzes der
Buchclub getroffen hat. "Hör auf damit, Jack!" sagt sie mit ruhiger Stimme und
geht auf Jack zu. "Hallo Jack, ich bin Juliet!" Er schaut sie an, wird dann aber
wieder von seiner Vergangenheit eingeholt und verfällt in Erinnerungen ...
[Flashback] Jack trifft sich mit Sarah um ihre Angelegenheiten bezüglich der
Scheidung zu besprechen. Sarah möchte es schnell und einfach erledigen, doch
Jack ist ohne seinen Anwalt aufgetaucht. Als Sarah Jack fragt, wo sein Anwalt
sei, sagt dieser, dass er ihn raus geworfen hätte, Jack versucht sogar, Sarah
zu erklären, dass die Scheidung doch gar nicht nötig wäre und es ihm leid tue.
In diesem Moment bekommt Sarah einen Anruf, sie antwortet "Nein noch nicht, er
ist gerade gekommen, ich ruf dich an wenn ich fertig bin." Jack kann sich denken,
dass das Sarahs neuer Freund sein muss und will unbedingt seinen Namen wissen".
"Ich will nur den Namen von dem Kerl wissen, der mit meiner FRAU zusammen ist!"
Sarah schaut ihn genervt an, steht auf und geht. Jack bleibt allein und
niedergeschlagen zurück.
Juliet, die sich auf der anderen Seite der Glasabtrennung befindet, bittet Jack,
der wissen will, was mit seinen Freunden passiert ist, zunächst von der Kette
abzulassen. Doch Jack ist dazu nicht bereit. Er reißt an ihr herum und erinnert
dabei ein wenig an einen wütenden Schimpansen.
Unterdessen ist Kate aus der Dusche gekommen, ihr Gesicht verrät, dass die Dusche
ihr gut getan haben muss. Sie geht zu dem Spind, in den sie ihre Kleidung vor
dem duschen gehangen hatte, doch sie ist weg! Sie ruft laut "Hey, wo sind meine
Sachen?!" und sieht dann einen Aufkleber auf einem der anderen Spinde, auf dem
steht "ware this", sie öffnet den Spind und findet ein blumiges, helles Sommerkleid.
Etwas widerspenstig zieht sie es sich dann doch an und betrachtet sich skeptisch
in diesem hellen Kleid, welcher aus hauchzartem, weißen Flatterstoff besteht und
mit großen, orangenen Blüten und grünen Blättern verziert ist.
Der Grauhaarige kehrt zurück und bringt seine Begeisterung über Kates Aussehen mit
einem anerkennenden Pfiff zum Ausdruck. "Na komm Kate, er wartet schon." Er
packt sie am Arm und bringt sie in Begleitung von zwei bewaffneten Männern und
einer bewaffneten Frau weg von dem Duschraum. Kate ist alles andere als
begeistert und versucht ihren Arm los zu reißen, was aber nichts bringt aber
wenigstens den Eindruck vermittelt, dass sie mit der Situation nicht
einverstanden ist. Sie gehen einen Weg entlang, der stellenweise von Planen
überdacht ist und sie schließlich zum Strand führt. An einem weiß gedeckten
Tisch sitzt Ben unter einer kleinen Hütte aus Palmenblättern. Er rückt Kate den
Stuhl zurecht und bittet sie Platz zu nehmen. Kate schaut ihn verwirrt an. Dann
hebt Ben die Glosche von Kates Teller ab und präsentiert ihr Rührei mit Schinken.
Doch über dem Teller liegt auch ein paar Handschellen "Bedauerlicherweise muss
ich dich bitten sie anzulegen." Sagt Ben in einem wirklich bedauerlichen Ton
"Und wenn ich das nicht tue?" kontert Kate, "Dann kriegst du nichts von dem
Kaffee!" sagt Ben zynisch. "Noch etwas enger, bitte!" fordert Ben Kate auf, als
sie sich die Handschellen anlegt. "wo befinden sich Sawyer und Jack?" will
Kate wissen. "Was ist das mit Sawyer? "Was ist was mit Sawyer?!" entgegnet
Kate wütend. "Du hast als erstes nach ihm gefragt: wo befinden sich SAWYER und
Jack?" "Du weißt nichts von mir!" knurrt sie und lehnt sich in ihrem Stuhl zurück.
"Natürlich nicht!" antwortet Ben und beugt sich dabei leicht nach vorne, wie ein
Asiate, der seinen gehorsam ausdrücken möchte. "Wann kriege ich meine Sachen wieder?"
will Kate wissen. "Wir haben sie verbrannt!" murmelt Ben, während er genüsslich
frühstückt. "Warum hat man mich her gebracht, wieso musste ich dieses Kleid
anziehen, wieso zwingst du mich mit dir zu frühstücken?" zischt Kate Ben an.
"Ich wollte, dass der Anblick des Wassers dir etwas Trost spendet,
Trost das deine Freunde auf dasselbe Meer hinaus blicken. Du solltest dich wie
eine Dame fühlen, deswegen das Kleid, du solltest dein Essen mit einer echten
Gabel genießen, ganz zivilisiert. Ich wollte dass das alles so geschieht, damit
du etwas Schönes hast, eine Erinnerung. …es ist nämlich so Kate, die nächsten
zwei Wochen werden sehr unerfreulich für dich!" offeriert Ben Kate mit seinem
seltsamen Psychoblick, der Kate wirklich Angst zu machen scheint, denn sie
schaut besorgt in die Ferne, auf dasselbe Meer wie ihre Freunde.
[Flashback] Jack sitzt in seinem Büro im Krankenhaus, auf seinem Schreibtisch
prangt ein großes Schild auf dem sein Name steht. Er telefoniert gerade sämtliche
Nummern ab, die Sarah in ihrem Handy gespeichert hatte. Sein Vater kommt während
eines solchen Telefonates von Jack rein und hört seinen Sohn noch sagen:
"Ich dachte sie kennen die Frau vielleicht,…tut mir leid, vergessen sie es!"
Er weiß was sein Sohn da tut und fragt ihn, warum er das machen würde. Während
die beiden darüber diskutieren ruft Jack weitere Nummern an, als plötzlich
das Handy seines Vaters läutete. Im ersten Moment versteht Jack nicht, doch in
der nächsten Sekunde fällt es ihm wie Schuppen von den Augen, er schreit seinen
Vater an, warum Sarah ihn angerufen habe; dieser versichert Jack, dass sie ihn
angerufen habe, weil sie sich Sorgen um seinen Zustand mache. Sie hatte Angst,
dass Jack die Trennung nicht so gut weg stecken würde. Jack
jedoch glaubt seinem Vater kein Wort und beschimpft ihn lediglich als Alkoholiker
.. Dieser schaut seinen Sohn mit schmerzendem Blick an und entgegnet ihm:
"Lass es ruhen, Jack!"
In seinem Gefängnis hört Jack ein Rauschen der Sprechanlage und vernimmt die Worte: "Lass es ruhen, Jack". Jack schaut sich erschrocken um, die Stimme aus dem Lautsprecher klang wie die seines Vaters. Juliet kommt mit einem Tablett mit Essen und einer Flasche Wasser, auf der ein Dharma Logo prangt, herein. Doch Jack lehnt es kategorisch ab. Er beschwert sich über den Typen, der mit ihm über die Sprechanlage sprechen würde. Er solle damit aufhören. Juliet redet sanft auf ihn ein und erklärt ihm, dass sein Zustand wohl schon schlechter sei als er ahne, da diese Sprechanlage seit Jahren nicht mehr funktionieren würde. Sie will von ihm wissen, woher das Flugzeug kam und was er in Sydney gemacht hat. Sie fragt ihn auch, was er von Beruf wäre, "Gerichtsvollzieher!" entgegnete er ihr in einem schnippischen Tonfall und läuft dabei wie in Tiger im Käfig umher. Sie fragt ihn auch, ob er verheiratet sei, "Nein, das war nie was für mich!" antwortet er in einem noch immer wütenden Tonfall und schaut giftig zu Juliet rüber. Juliet stellt ihm noch mehr Fragen, wo das Flugzeug gestartet sei und was er da wollte.
Sie erscheint sehr einfühlsam und versucht Jack noch ein Mal zum essen zu bewegen, doch dieser reagiert nicht. "Was zum Teufel geht hier vor sich?" fragt er Juliet, doch sie verlässt den Raum wieder, ohne ihm eine Antwort zu geben.
Sawyer probiert an den Schaltern und Hebeln herum als der junge Mann aus dem anderen Käfig ihn über das Camp der Gestrandeten zu fragen beginnt. Dann ist er plötzlich aus seinem Käfig entkommen und lässt auch Sawyer frei. Eine Warnmeldung ist zu hören. Beide laufen in den Dschungel. Doch Sawyer steht kurz darauf Juliet gegenüber, die ihn mit Hilfe eines Elektroschocks, den ein kleines Gerät aussendet, das sie in der Hand hält, zu Boden gehen lässt. Von ein paar Männern wird er zurückgeschleppt zu Sawyers Käfig und der Grauhaarige zwingt den jungen Mann, sich bei Sawyer zu entschuldigen, dass er ihn in seinen Fluchtversuch mit reingezogen habe. Sawyer schaut nur hasserfüllt zu den anderen Männern, sagt aber nichts.
Derweilen betritt Juliet erneut mit Essen und Trinken das Gefängnis von Jack und beschwört ihn, sich in die hintere Raumecke zu hocken, damit sie die Tür öffnen und ihm die Nahrung und das Wasser, das er dringend brauche, hineinstellen könne. Das hätte nichts mit "Aufgeben" zu tun, er würde dehydrieren, wenn er es nicht täte. "Bist du Ärztin, hm?" fragt Jack. Nein, ich bin Gerichtsvollzieherin!" sagt Juliet. Jack schmunzelt ein wenig. Mit ihrer freundlichen Stimme hat sie ihn dann schlussendlich überzeugt und Jack hockt sich in die Ecke. Juliet sagt sanft: "Ich danke dir, Jack", dreht sich um und verlässt den Raum.
Jack sitzt da und verfällt kurz in Erinnerungen…E hat sich derart in die Idee, sein Vater habe ein Verhältnis mit Sarah, verbissen, dass er ihm tatsächlich in ein Hotel folgt, in voller OP Montur geht er ihm hinterher, bis er in ein Treffen der anonymen Alkoholiker platzt. Es kommt zum Streit zwischen Jack und seinem Vater, die Leiterin erzählt Jack, dass sein Vater seit 50 Tagen keinen Alkohol getrunken habe. Daraufhin rastet Jack völlig aus, "Wow Dad, ich frage mich was dir geholfen hat den Absprung zu schaffen, meinst du es könnte vielleicht eine neue Freundin sein, wäre das nicht möglich?! Du wirst nicht so mit mir reden! Und du wirst nicht mit meiner Frau schlafen! "Oh Jack…Jack ich bin die Vater, bitte lass es endlich ruhen. "neiiiin!" Jack springt seinen Vater an und beide fliegen in eine Pinwand.
Juliet betritt jetzt den Raum, da Jack brav in der Ecke hockt, doch er springt auf, überwältigt sie sofort und bringt sie in einen Korridor. Er fordert sie auf, die Außentür, die mit einem Ventilrad (wie bei U-Booten) versehen ist, zu öffnen, sonst würde er sie töten, er hält ihr den zerbrochenen Teller an die Halsschlagader. Da erscheint Ben und erklärt, sie würde auch dann sterben, wenn die Tür geöffnet würde, sie alle würden sterben. Da schupst Jack Juliet von sich weg und macht sich an der Tür zu schaffen. Ben rennt weg von der Tür, zurück zu der Tür aus der er gekommen war. Juliet folgt ihm, doch er schließt die Tür hinter sich, ohne auf sie zu warten und zu riskieren, dass sich das nun schnell nähernde Wasser ausbreitet.
Juliet wird vom Wasser erfasst, kann sich aber oberhalb halten und ruft Jack zu sich, der vom Wasser hin und her geworfen wird. Sie finden eine Tür durch die sie schwimmen können, Juliet fordert Jack auf, den gelben Knopf zu drücken, der das Wasser zum Abfließen bringt. Kaum ist das geschehen, wird Jack von Juliet mit einer harten rechten ko geschlagen.
Sawyer hat sich unterdessen mit der Maschine in seinem Käfig beschäftigt. Mit Hilfe eines großen Steins, der rein zufällig vor seinem Käfig liegt, gelingt es ihm die Maschine in der richtigen Reihenfolge zu bedienen und erhält als Belohnung unterlegt mit Blasmusik einen Fischkeks, Mais und fließendes Wasser. Er betrachtet gerade fragend den Keks, als der Grauhaarige zusammen mit Kate auftaucht. Er bringt sie in den Käfig, indem zuvor der Junge gesessen hatte und sagt ihr, dass er ihr später Desinfektionsmittel bringen würde, da die Handschellen doch arg scheuern würden. "Bring mir doch bitte einen Divan und wenn du schon dabei bist gleich noch einen Fön!" ruft Sawyer dem Grauhaarigen zu, da er sich offenbar nicht so gut behandelt fühlt wie Kate. Der Grauhaarige schaut zu Sawyer rüber, antwortet zwar nicht auf seine Fragen, sagt aber freudig: "Hey, hast du dir einen Fischkeks besorgt?!", Sawyer entgegnet ihm stolz " Ich habe euren komplizierten Mechanismus geknackt!" "Toll, die Bären haben dafür zwei Stunden gebraucht!" antwortet der Grauhaarige grinsend und verschwindet, ohne Sawyer die Frage zu beantworten, wie viele denn in den Käfigen gewesen wären.
"Alles ok Sommersprosse? Fragt er Kate mit besorgter Stimme. Er wirft ihr den Rest des Fischkekses rüber, den Kate auch sofort weg knuspert.
In Jacks Gefängnis ist alles wieder beim Alten und Juliet sitzt mit einer Akte auf der anderen Seite der Scheibe.
Sie unterhalten sich in normalem Ton, Jack kann fragen stellen und bekommt hier und da auch ein paar Antworten, die aber nicht viel aussagen. Jack erfährt, dass dieser Unterwasser-Raum, die Hydra, für Haie und Delfine gedacht war und zur DHARMA -Initiative gehörte. Doch das, stellt Juliet fest, sei lange her. Jack muss dann feststellen, dass Juliet bestens über ihn informiert ist. In der Akte befindet sich sein Leben, wie Juliet es ausdrückt, über so ziemlich Jeden mit dem Jack Kontakt hatte steht dort was drin.
Er fragt Juliet, ob sie was über Sarah weiß. "Ja Jack, wir wissen Alles über sie. Was würdest du denn gerne von ihr wissen?" Jack versinkt in Gedanken… Sarah bezahlt seine Kaution und spricht ein letztes Mal mit Jack. Sie erklärt ihm, dass sein Vater ihr bescheid gegeben hätte, er wäre so betrunken gewesen, dass sie ihn kaum verstanden hätte. Sarah sagt Jack, er solle es positiv sehen, da er nun wieder etwas " in Ordnung bringen" könne. Dann geht sie zu ihrem neuen Freund, der am Auto auf sie wartet und sie tröstend in die Arme nimmt.
"Was würdest du gerne von ihr wissen, Jack?!" fragt Juliet noch mal. Jack hat Tränen in den Augen und fragt schließlich: "Ist sie glücklich?" " Ja, dass ist sie", kann Juliet ihm versichern. Dann soll er ihr sagen, ob sie ihm vertrauen könne. Er möge sich, wenn sie ihm nun erneut das Essen bringe, ordnungsgemäß verhalten und sich in die Ecke hocken. Jack sichert das kopfnickend zu und hockt sich niedergeschlagen in die gewünschte Ecke. Jetzt macht er tatsächlich den Eindruck, als wenn er resigniert hätte. Juliet verlässt den Raum. Draußen wartet Ben bereits auf sie, um sie für ihre gute Arbeit zu loben. "Danke, Ben", erwidert Juliet schlicht und wendet sich von ihm ab.
Text © miosammy für lost-mania.de
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04. Okt '06 (ABC)
dt. Erstausstrahlung: 15. Okt '07 (Pro7)
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ABC Erstausstrahlung:
18,82 Mio Zuschauer
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1,24 Mio/ 9,4% MA (14-49 Jahre)
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